Freitag, 20. August 2004 um 18.00 Uhr
Damen: Deutschland - Südafrika 0 : 3 (0:1)
STIMMEN ZUM SPIEL: gesammelt von Uli Meyer, DHZ und Christoph Plass, dha
Markus Weise: "An der generellen Einsatzbereitschaft hat es nicht gemangelt, daran lag es nicht. Dieses katastrophale 0:1, als unsere Innenverteidigung völlig unnötig den Raum geöffnet hat, hat vieles durcheinandergebracht. Aber noch war ja genügend Zeit, doch vor allem die Strafecken waren eine Katastrophe. Da wurde die Gewaltkeule ausgepackt, anstatt Köpfchen zu bewahren und die abgesprochenen Varianten abgeklärt zu spielen. In der Halbzeitpause wurden die Fehler angesprochen. Manches davon wurde umgesetzt, manches wieder nicht – so ist es eben im Frauenhockey. Viele Fehler sind sicherlich durch Nervosität zu erklären gewesen. Südafrika hatte ja kein glänzendes Spielkonzept, aber sie haben sich eben nicht so blöd angestellt wie wir. Unglaublich, dass wir heute unseren Torevorsprung auf Südafrika so deutlich verringert haben. Jetzt ist gegen Südkorea vom Halbfinale bis zum letzten Gruppenplatz alles für uns drin. Dieses Gerede vom Halbfinale aus den Köpfen zu bringen, ist mir anscheinend nicht gelungen. Jetzt müssen wir am Sonntag die nächste Wundertüte aufmachen und hoffen, dass etwas besseres herauskommt als die heutige Niete."
Heike Lätzsch: "Die Enttäuschung nach diesem Spiel kann man gar nicht in Worte fassen. Aber wenn man sich so bescheuert anstellt wie wir heute, dann kann man gar nicht gewinnen. Das 0:3 ist am Ende verdient, weil der gegner seine Chancen reinmacht und wir aus unserer Überlegenheit gar nicht herausholen konnten. Die Mannschaft ist total frustriert. Aber wir müssen jetzt aufstehen und versuchen, gegen Korea unsere zweite Chance zu nutzen."
Nadine Ernsting-Krienke: "Wir bringen die Bälle einfach nicht aufs Tor, da hat heute auch gar nichts richtig geklappt. Die taktische Entscheidung bei den Ecken waren ja überwiegend richtig, aber die Ausführung einfach schlecht."
Fanny Rinne: "Nervosität war vorhanden und wurde durch das frühe 0:1 natürlich nicht besser. Aber noch blieb ja genügend Zeit, dies umzubiegen. Doch wir haben uns heute nicht übermäßig clever angestellt, das muss man zugeben. Gegen Südkorea müssen wir ein besseres Spiel machen und vor allem unsere Chancen besser nutzen."
Markus Weise: (durch dha)
„Es mag ja sein, dass die Ausgangssituation vor dem letzten Match sich nach oben hin nicht allzu sehr verändert hat, aber das empfinde ich nicht annähernd als beruhigend, denn wir haben es durch diese Niederlage geschafft, dass wir nun auch noch Gruppenletzter werden können, wenn wir mit zwei Toren gegen Korea verlieren sollten. Wir haben 100.000 Strafecken geübt – und hier schaffen alle unsere vielen Spezialisten es nicht, bei sieben Versuchen mal die Kugel ins Tor zu bringen – zum Teil nicht mal auf das Tor. Da habe ich kein Verständnis für.“
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