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  * Damen * Team-Vorstellung * Tor * Walter, Luisa   Samstag, 4. September 2010

L O U I S A    W A L T E R



Berliner HC

Jahrgang 1978

Berufsziel:
Dipl.-Bauingenieur

Rückennr. 17

 

1996   1.Platz   U21-Europameisterschaft Cardiff
1997   4.Platz   U21-Weltmeisterschaft in Seoul
1998   1.Platz   U21-Europameisterschaft Belfast
1998   3.Platz   9. Weltmeisterschaft in Utrecht
2002   7.Platz   10. Weltmeisterschaft Perth
2003   1.Platz   1. Hallen-WM Leipzig
2003   3.Platz   6. Europameisterschaft Barcelona
2004   4.Platz   Olymic Qualifier in Auckland
2004   1.Platz   Olympische Spiele Athen


52 Länderspiele, 0 Tore (Stand: 31.7.04) 


 

Louisa Walter – Fachfrau für Stabilität

In Athen erfüllt sich ein Kindheitstraum

Louisa Walter ist mit ihren 25 Jahren für eine Torhüterin im internationalen Geschäft eigentlich noch relativ jung. Dennoch kann sich Bundestrainer Markus Weise darauf verlassen, dass die Keeperin des Berliner HC der deutschen Abwehr immer die nötige Sicherheit gibt, wenn sie zwischen den Pfosten steht. „Ich denke, dass meine Leistungen in den letzten Jahren sehr stabil waren. Deshalb traue ich mir auch zu, ein olympisches Turnier auf hohem Niveau zu spielen“, ist Louisa von ihren Fähigkeiten überzeugt.

Stabilität ist ein Stichwort, das nicht nur im Sport eine wichtige Bedeutung für die gebürtige Düsseldorferin hat. Louisa studiert Bauingenieurwesen an der TU in Berlin – im Herbst kommt sie ins 11. Semester. Fotos honorarfrei für Veröffentlichung bestellbar unter 04101-590488Ihr erster Schwerpunkt liegt dabei im Wasserwesen. „Das war schon immer ein Gebiet, dass mich sehr stark interessiert hat“, erklärt Louisa. Im Hafenbau, Kanalbau oder in der Siedlungs-Wasserwirtschaft wird dann voraussichtlich die berufliche Zukunft liegen. Davor muss sie aber erst noch ein zweites Fach vertiefen. Nach der Erfüllung des olympischen Traums– „ich hatte schon als kleines Kind davon geträumt, ein Mal bei der Eröffnungsfeier ins Stadion zu marschieren“ – will Lousia deshalb erstmal eine Nationalmann-schaftspause einlegen. Die volle Konzentration gilt dann dem Studium. „Nach Athen werde ich primär meine Ausbildung voran treiben. Ob ich dann noch mal im Nationalteam angreife, hängt auch von der beruflichen Entwicklung ab“, lässt sie ihre sportliche Zukunft noch offen.

Mehr Klarheit herrscht dagegen im privaten Umfeld der Nationaltorhüterin, die aufgrund ihrer zuverlässigen und ruhigen Art bei den Mitspielerinnen sehr beliebt ist: Seit fast vier Jahren bildet sie mit dem Berliner Hockeyidol Andreas Keller ein Paar. Auf dem Papier eine ungewöhnliche Beziehung, denn der Olympiasieger von 1992 und heutige Sonderschulpädagoge ist 13 Jahre älter.Fotos honorarfrei für Veröffentlichung bestellbar unter 04101-590488 „Bei Andi merkt das aber eh keiner“, tut Louisa diesen Umstand locker ab. „Er unterstützt mich in meinen Hockeyplänen ungemein und hat natürlich auch aus eigener Erfahrung ein besonderes Verständnis dafür.“ Dass Keller seit einigen Monaten auch noch ihr Coach im Clubteam ist, bedeutet für Walter kein Problem. „Da gehe ich ganz locker mit um. Andi macht einen tollen Job für unsere Mannschaft, ich bin da nur ein Mitglied wie jedes andere auch.“


Fotos honorarfrei für Veröffentlichung bestellbar unter 04101-590488Und wenn es doch mal Konflikte gibt, werden diese ganz schnell in der gemeinsamen Wohnung ausgeräumt. Das „Hockey-Traumpaar“ lebt direkt um die Ecke „ihres“ BHC. Berlin ist für Louisa mittlerweile zur neuen Heimat geworden. Ihre Hockeykarriere begann beim Düsseldorfer SC. Damals nahm eine Freundin sie mit zum Training. „Meine Mutter, die heute die größte Hockey-Fanatikerin ist, kannte den Sport überhaupt nicht und ich brauchte fast ein Jahr Überzeugungsarbeit, bis sie mich endlich im Verein angemeldet hat.“ Mit 14 Jahren wechselte sie nach Velbert, zwei Jahre später – schon als Jugend-Nationalspielerin – zu Schwarz-Weiß Köln in die Regionalliga.


Von dort führte der Weg vor fünf Jahren zum BHC in die Bundeshauptstadt. Schon 1998, als Birgit Beyer kurz vor dem Turnier mit einem Kreuzbandriss ausfiel, erhielt sie die Chance, als Ersatz von Julia Zwehl WM-Luft zu schnuppern, kam aber zu keinem Einsatz. Fotos honorarfrei für Veröffentlichung bestellbar unter 04101-590488Zwei Jahre später war sie für Olympia in Sydney nur die Nummer drei. „Damals hat Berti Rauth die gesamte Vorbereitung mit zwei Torhüterinnen gespielt. Eine echte Chance hat er mir da nie gegeben“, sagt sie rückblickend. Beim letzten Weltturnier in Perth vor zwei Jahren kam Walter als Nummer 1b neben Birgit Beyer immerhin auf drei Einsätze. Auch für Athen rechnet sie sich gute Chancen aus. Bei Markus Weise stehen die Torhüterinnen fast auf einer Stufe. „Jeder erhält jetzt in der Vorbereitung eine faire Chance. Und am Ende fahren die beiden nach Athen, die die besten Leistungen gezeigt haben“, freut sich die Wahl-Berlinerin. Das Verhältnis zu den Kollegin Julia Zwehl und Yvonne Frank beschreibt sie als gut. „Klar gibt es da ein gesundes Konkurrenzverhältnis. Wir verbringen außerhalb des Platzes zwar nicht gerade jede freie Minute miteinander, aber jeder geht absolut fair mit der anderen um.“

Mehr Zeit ist Louisa da schon mit ihren Berliner Teamkameradinnen Natascha Keller und Britta von Livonius zusammen. Mit Keller ging sie sogar noch bis letztes Jahr gemeinsam für den BHC in Tennis-Punktspielen auf Erfolgsjagd. Neben der Filzkugel gehören aber auch Skifahren, Inlineskaten, Kinobesuche und gemütliche Stadtbummel zu den Hobbies der 25-jährigen. In den nächsten Wochen bleibt dafür aber nur wenig Zeit - Louisas volle Konzentration gilt der Erfüllung ihres olympischen Traums.

dha - deutsche hockey agentur

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