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  * Damen * Team-Vorstellung * Mittelfeld * Rinne, Fanny   Samstag, 4. September 2010

F A N N Y    R I N N E



TSV Mannheim

Jahrgang 1980

Sport-

studentin

 

Rückennr. 16 

 

1995   1.Platz   6-Nationen-Turnier U16 Santander
1996   1.Platz   6-Nationen-Turnier U16 Paris
1997   2.Platz   6-Nationen-Turnier U18 Köln
1998   2.Platz   6-Nationen-Turnier U18 Milton Keynes
1998   1.Platz   9. U21-Europameisterschaft Belfast
1999   3.Platz   Champions Trophy Brisbane
1999   2.Platz   5. Europameisterschaft Köln
2000   2.Platz   Champions Trophy Amstelveen
2000   3.Platz   Olympic Qualifier Milton Keynes
2000   7.Platz   Olympische Spiele Sydney
2001   7.Platz   4. U21-Weltmeisterschaft Buenos Aires
2002   1.Platz   Hallen-Europameisterschaft Frankreich
2002   7.Platz   10. Damen-Weltmeisterschaft Perth
2003   1.Platz   1. Hallenhockey-Weltmeisterschaft Leipzig
2003   1.Platz   Champions Challenge Catania
2003   3.Platz   6. Europameisterschaft Barcelona
2004   4.Platz   Olympic Qualifier Auckland
2004   1.Platz   Olympische Spiele Athen


145 Länderspiele, 56 Tore (Stand: 31.7.04) 

www.fanny-rinne.de




Fanny Rinne – hat die Fäden in der Hand

Die Spielmacherin setzte mit ihren „Playboy-Fotos“ ein Ausrufezeichen

Sie ist schon seit Jahren einer der wichtigsten Leistungsträger im deutschen WM-Team, gehört aber dem Geburtsdatum in ihrem Pass nach immer noch zu den Jüngeren. Fanny Rinne, 24, gilt als eines der Ausnahmetalente im deutschen Hockey. Ihr Debüt im A-Kader liegt schon sechs Jahre zurück. Mit 18 Lenzen gab sie ihren Einstand in der Nationalmannschaft und war auch schon bei Olympia 2000 in Sydney eine feste Größe.


Fanny ist eine der wichtigsten Anspielpositionen im Spiel nach vorn, bekommt oft als erste den Ball aus der Abwehr in den Schläger gespielt und versucht dann mit ihrer guten, stabilen Technik, den Angriff einzusetzen. „Wenn ich mich wohl fühle, dann übernehme ich gern Verantwortung“, sagt die blonde Mannheimerin, die diese Rolle auch in der Bundesliga für den TSV Mannheim ausfüllt.
Fanny war bewusst, dass ihre Entscheidung, sich – als erste deutsche Hockeyspielerin überhaupt – nur wenige Tage vor Beginn der Olympischen Spiele im ‚Playboy’ (Erscheinungstermin 11. August) zu präsentieren, nicht bei allen gut ankommen würde. „Ich bin gespannt, aus welcher Ecke die positiven Feedbacks kommen und wer sich daran stößt.“ Zugetraut hätten diesen Schritt der eher zurückhaltend, fast etwas schüchtern auftretenden jungen Sportlerin ohnehin nur wenige. „Genau das ist für mich der Hauptanreiz. Auch weil ich mich selbst immer so wahrgenommen habe, sind diese Fotos für mich ein spannender Ausflug, den ich moralisch allerdings auch voll vertreten kann.“
Ihre Mutter Annette hatte Fanny lediglich alle Pros und Contras dieser Aktion vor Augen geführt, sich aber in die Entscheidungsfindung nicht weiter eingemischt. Die junge Sportstudentin verspricht sich weder finanzielle noch berufliche Vorteile. Allerdings fühle sie sich vor der Kamera nicht unwohl. In Richtung Mode-Fotografie würde das Interesse dann allerdings für das nächste Mal eher gehen, als zu unbekleideten Bildern. „Ich habe selbst mal mit dem Gedanken gespielt, Design zu studieren.“
Damit könnte sich dann wahrscheinlich auch ihr Lebensgefährte eher anfreunden, der kein anderer ist als Bundestrainer Markus Weise. „Er war eher gegen als für das Shooting, hat aber gesagt, dass ich es machen soll, wenn mir die Erfahrung wichtig wäre.“ Privat ist Fanny schon seit vielen Jahren mit dem Mann zusammen, der mindestens ebenso „hockeyverrückt“ ist wie sie selbst. Als Weise, bis dato erfolgreicher Coach der deutschen Juniorinnen und Assistent von Bernhard Peters beim Gewinn der Herren-WM 2002, im Sommer letzten Jahres auf Wunsch des Deutschen Hockey-Bundes vom zurückgetretenen Peter Lemmen das Amt des Bundestrainers übernehmen sollte, haben beide kurz überlegt, ob ihre Beziehung ein Problem darstellen könnte.
Doch auch im Team und beim DHB war die Meinung eindeutig: Fannys Stellung in der Mannschaft war derart unumstritten, nicht nur weil sie zu der Zeit bereits seit fünf Jahren im A-Kader spielte, sondern auch weil sie als Spielmacherin und Strafeckenschützin eine der wichtigsten Leistungsträgerinnen war und ist, dass auch der Einsatz beider Faktoren des privaten Gespanns Rinne-Weise für das deutsche Damenteam und das Projekt Olympia 2004 von allen akzeptiert und gewünscht war.
Fanny Rinne hatte sich längst daran gewöhnt, dass der Lebensgefährte ständig dabei sei, wenn sie Hockey spielt. In der Bundesliga war der 17 Jahre ältere Weise schließlich auch der Trainer der TSV-Damen in Mannheim, bevor er hauptamtlich zum Hockey-Bund ging. „Er ist sicher mein größter Kritiker, aber ich frage ihn auch ganz bewusst und die Kritik ist eigentlich immer konstruktiv.“
Seit 2000 studiert Fanny in Heidelberg Sport, mit den Nebenfächern Pädagogik sowie Rehabilitation und Prävention im Sport. Dafür hat Fanny ihren Lebensmittelpunkt aufgeteilt und nimmt täglich zwei 20-minütige Autofahrten in Kauf. Sie hat die schöne, alte Studentenstadt lieben gelernt, auch dort einen Freundeskreis aufgebaut. Dennoch spielen sich Sport und Privatleben weiter in ihrer Geburtstadt ab, der sie seit 22 Jahren die Treue hält.
Zwar lebt sie seit Mai 2000 nicht mehr bei den Eltern, bezeichnet sich aber selbst weiter als Familienmensch. Die Eltern kommen zwar selbst nicht aus dem Hockey, haben sich aber vom Hockeyvirus ihrer Kinder infizieren lassen. So kam Vater Gerwin irgendwann zum Posten des Torwarts im Elternhockey, Mutter Annette war lange Betreuerin. Beide waren mit in Sydney, als die Tochter mit 20 Jahren in Sydney Olympionikin wurde.
Fannys sechs Jahre älterer Bruder Moritz spielte und studierte bis vor anderthalb Jahren in Braunschweig, arbeitet heute als Architekt in Australien. Schwester Katja, 29, hat auch kurzzeitig den Krummstock geschwungen. Vor drei Jahren sorgte sie mit Töchterchen Emily für die neueste Rinne-Generation. „Wenn ich Zeit dafür habe, was leider viel zu selten ist, dann gebe ich bei Emily sehr gern auch mal die Tante und unternehme etwas mit ihr. Das macht viel Spaß.“ 

dha - deutsche hockey agentur

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