» HockeyPlatz
  * Herren * Team-Vorstellung * Tor * Arnold, Clemens   Montag, 6. September 2010

C L E M E N S    A R N O L D



Dürkheimer HC


Jahrgang 1978

Berufsziel

Dip.-Ing. für

Luft- und Raum-fahrt-Technik

 

Rückennr. 1

 

1997   3.Platz   6. Junioren-Weltmeisterschaft Milton Keynes
1998   1.Platz   9. Junioren-Europameisterschaft Posen
1999   1.Platz   8. Herren-Europameisterschaft Padua
2000   2.Platz   Herren Champions Trophy Herren
2000   5.Platz   Olympische Spiele Herren Sydney
2001   1.Platz   10. Herren-Hallen-Europameisterschaft Luzern
2001   1.Platz   Herren Champions Trophy Rotterdam
2002   1.Platz   Herren-Weltmeisterschaft Kuala Lumpur
2002   2.Platz   Herren Champions Trophy Köln
2003   1.Platz   9. Herren-Europameisterschaft Barcelona
2004   3.Platz   Olympische Spiele Athen


144 Länderspiele, 0 Tore (Stand: 16.8.2004)


 


Clemens Arnold – ein sehr austrainierter Weltenbürger

Der gebürtige Australier ist seit drei Jahren Deutschlands Nummer eins

Die deutschen Herren sind in den letzten drei Jahren so erfolgreich gewesen wie nie. Weltmeistertitel 2002, Europameistertitel 2003, Champions Trophy Sieg 2001 und rund ein Dutzend Siege bei kleineren internationalen Turnieren – Clemens Arnold, der ehemalige Torwart des Bundesligisten Harvestehuder THC, ist einer der Väter dieser Erfolge. Er genießt das uneingeschränkte Vertrauen von Bundestrainer Peters. Seit dieser das Amt von Paul Lissek übernahm, ist Arnold seine Nummer eins. Neben den typischen Torhüter-Eigenschaften wie Reaktionsschnelligkeit und Übersicht attestiert ihm der Coach vor allem eine überdurchschnittliche Teamarbeit und Teamfähigkeit: „Die Mannschaft geht ihm über alles, und das, obwohl Clemens als Torwart in einer solch extraordinären Position spielt“.


Arnold ist ein Perfektionist. Das Studium der besten gegnerischen Strafeckenschützen und Stürmer der Welt gehört bei ihm zur Vorbereitung dazu. Dennoch macht er seine Entscheidungen auf dem Platz nicht von der per Video gewonnenen Analyse abhängig: „Auf dem Platz musst du den Kopf völlig frei bekommen, sonst ist deine Reaktion verlangsamt.“ Ob seine hohe Grundschnelligkeit etwas mit seinem Studium zu tun hat, bleibt Clemens Geheimnis. Zumindest war die Antriebs- und Raketentechnik eines der Hauptthemen für den Studenten der Luft- und Raumfahrttechnik.
Gerade hat er seine Diplomarbeit abgeschlossen und eingeschickt. Das Thema „Wärmeübertragung in Flugzeugkabinen“. Nach der mündlichen Prüfung am 3. September will er sein Studium abgeschlossen haben. Das Wissen über Klimaanlagen kommt dem deutschen Torwart sicher auch in Athen zu Gute, denn im Olympischen Dorf werden die Air Conditions bei knapp 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit eine wichtige Funktion haben. Doch Clemens ist heißes Klima gewöhnt, schließlich ist er in Melbourne geboren, besitzt neben der deutschen auch die australische Staatsbürgerschaft. Zwar kehrte die Familie nach Europa zurück, als der Sohn – übrigens der einzige neben drei Schwestern – anderthalb Jahre alt war. Doch „down under“ ist immer Clemens zweite Heimat geblieben. „Ich kenne viele Leute dort, war vor fünf Jahren noch einmal für sieben Monate unten.“ Irgendwann kann er sich vorstellen, dort ein paar Jahre zu arbeiten. Die Anerkennung für einen Leistungssportler sei in Australien höher als in Deutschland: „Die Aussies sind generell sport-verrückter.“
Zunächst führt ihn sein Weg nach Olympia aber genau auf die andere Seite des Globus. Clemens möchte ein Master-Studium an der University of Maryland absolvieren. Zurzeit wartet er noch auf das Studienvisum für die USA und hat sich deshalb zur Sicherheit einen Praktikumsplatz am Wohnort der Eltern in Heidelberg und die Spielerlaubnis ganz in der Nähe für den Dürkheimer HC gesichert. „Ich hoffe aber, dass das nur noch eine Formalität ist“, so der 26-Jährige, „und dass ich dann tatsächlich am 5. September, wie geplant, nach Washington fliegen kann.“ Dort wartet nämlich nicht nur der Studiengang auf Arnold, sondern auch Freundin Aubrey. Sie lernte er vor 18 Monaten bei einem Trainingscamp an der Universität in Washington kennen, für das ihn der amerikanische Verband engagiert hatte. Seitdem führen beide eine „gut funktionierende Long-Distance-Beziehung“ (O-Ton Clemens). Klappt es mit dem Visum, wollen beide in der amerikanischen Hauptstadt eine gemeinsame Wohnung beziehen.
Sehen werden sich beide übrigens auch in Athen. Aubrey kommt mit ihrer Mutter nach Griechenland, um den Freund zu unterstützen. Der Arnold’sche Fantross ist aber noch größer. Auch die Eltern Bernd und Bärbel – beides Nicht-Hockeyspieler übrigens – und die Schwestern Theresa und Lena fliegen nach Athen. Lediglich die älteste Schwester Sophia kann nicht mitkommen. Für Clemens soll Athen der vorläufige Höhepunkt einer sehr erfolgreichen Hockeykarriere werden. Der Keeper hat sehr viel dafür getan, dass er nach Sydney 2000, wo er noch Nummer zwei hinter Altmeister Christopher Reitz war, Olympische Spiele als Nummer eins im deutschen Tor bestreiten zu können.
Im Fitnessstudio holte er sich die nötige Sicherheit gegen Verletzungen: „Solange mein Oberkörper muskulös genug ist, können Hockeykugeln da außer blauen Flecken nicht viel Schaden anrichten“. Tatsächlich gilt der blonde Torhüter als best durchtrainierter Spieler im A-Kader. Daran ändert auch seine Koch-Leidenschaft nicht. Clemens gibt die Kreation leckerer Gerichte als Hobby an und konnte damit im Freundeskreis auch schon oft überzeugen.
In Hamburg hat der umtriebige Sportler sogar schon einmal eine Bar namens „Freakshow“ betrieben. Gemeinsam mit HTHC-Kapitän Christian Richter sowie Alexander Brasche und Florian von Eicken vom Liga-Konkurrenten Klipper, hatte er die ehemalige Sports-Bar von Christian Blunck in Hamburg-Winterhude übernommen. Wenn es die Nationalmannschaft zuließ, schenkte Clemens Arnold dort freitags sogar selbst aus. Trotz guter Resonanz beim Hamburger Hockey-Publikum mussten die vier den Laden allerdings vor zwei Jahren wieder schließen, weil es dem Vermieter zu laut wurde.
 

dha - deutsche hockey agentur

Fotos honorarfrei für Veröffentlichung bestellbar unter 04101-590488

 
 

powered by:

gamma software

 
© 1999-2004 Deutscher Hockey-Bund e.V. Theresienhöhe 50354 Hürth
Fon: +49 2233 942440 Fax: + 49 2233 942444