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  * Damen * Team-Vorstellung * Staff * Weise, Markus (Bundestrainer)   Samstag, 4. September 2010

M A R K U S    W E I S E    (BUNDESTRAINER)



DHB

TSV Mannheim

 

 

Jahrgang 1962


 

Bundestrainer

Hockey

 

 


2004   1.Platz   Olympische Spiele Athen

 

 

 

 

 

 

 

Hobbys: Lesen, Schach


Markus Weise – Chefcoach seit einem Jahr

Zuvor war der Mannheimer Bundestrainer der deutschen Juniorinnen

Noch im Sommer 2003 hätte Markus Weise selbst nicht gedacht, dass er als Cheftrainer der deutschen Damen jetzt in Athen bei den Olympischen Spielen tätig sein würde. Als jedoch nach der Champions Challenge in Italien der damalige Bundestrainer Peter Lemmen überraschend zurücktrat, war schnell klar, dass es der Hockeylehrer aus Mannheim sein sollte, der die deutschen Damen, die in den vergangenen Jahren den direkten Anschluss an die absolute Weltspitze verloren hatten, Richtung Olympia führen sollte.


Der studierte Diplom-Kaufmann ist seit 14 Jahren als Hockeytrainer und bereits seit 1995 auch für den Deutschen Hockey-Bund tätig. Nach fünf Jahren Arbeit für den Sportausrüster TK hatte sich Weise für die Tätigkeit als Hockeytrainer entschieden. Er war als Assistenztrainer und Bundestrainer bereits für mehrere Nachwuchsteams zuständig, bevor er nach zweijähriger Tätigkeit als Bundestrainer der männlichen U16-Nationalmannschaft 2002 die weibliche U21 übernahm. In dieser Funktion war er Lemmens Co-Trainer gewesen. Besonderes Lob verdiente sich der 41-Jährige allerdings auch schon als Assistenztrainer von Bernhard Peters im Vorfeld und bei der Herren-Weltmeisterschaft 2002 in Malaysia, als Deutschlands Herren erstmals in der Verbandsgeschichte den Titel holten. Sein Heimatclub ist der TSV Mannheim, für den Weise selbst in der 2. Bundesliga und auch kurz in der 1. Bundesliga aktiv war. Mit ihm als Trainer etablierten sich die Mannheimer Damen im Feld und in der Halle in der 1. Bundesliga. Diesen Posten gab Weise im vergangenen Jahr auf, als die Berufung als DHB-Cheftrainer für den Damenbereich kam. Seitdem gewann er mit der Mannschaft bei der Europameisterschaft 2003, nur wenige Wochen nach seiner Amtsübernahme die Bronzemedaille, wurde im Januar Hallen-Europameister in Eindhoven mit einem Perspektivteam und sicherte dem Deutschen Hockey-Bund mit Platz vier beim Olympia-Qualifikationsturnier im März in Neuseeland auch das Athen-Ticket für das Damenteam. „Wir gehören in Griechenland nicht zu den Favoriten. Dennoch muss sich die Mannschaft vor niemandem verstecken, denn wir haben gegen alle Gegner der Weltspitze in den letzten Monaten gute Resultate erzielt“, so Weise. „Allerdings kommt alles darauf an, dass die Mannschaft in jedem Match versucht, über ihre Leistungsgrenzen hinaus zu gehen. Mit 90 Prozent gewinnt man in Athen gegen kein einziges der anderen neun Teams.“ Weise ist privat seit acht Jahren mit Nationalspielerin Fanny Rinne liiert. Diese Beziehung wurde von vorneherein von niemandem im Team oder beim DHB als Problem für ein ‚Engagement’ beider im Nationalteam angesehen. „Wenn wir in Mannheim das Haus Richtung Lehrgang oder Turnier verlassen, bleibt unsere private Beziehung an der Garderobe zurück. Niemandem wird dann auffallen, dass wir beide ein Paar sind“, erklärt Weise das gemeinsame Agreement. Privat spielt der 1,80 Meter große Hockeytrainer gern Schach oder liest – als ruhiger Ausgleich zum Trainerjob, bei dem Weise schon mal richtig laut werden kann. Im vergangen Jahr ist Weise in Stuttgart vom Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) als „Trainer des Jahres" ausgezeichnet worden. Die von der Gmünder Ersatz-Kasse gestifteten und vom LSV zum achten Mal in drei verschiedenen Kategorien vergebenen Preise würdigen Trainerinnen und Trainer, „die in den letzten zwölf Monaten durch ihr großes Engagement in der Trainingsarbeit auf sich aufmerksam gemacht haben". Weise erhielt dabei in der Kategorie „Trainer des Jahres" den mit 1.000 Euro dotierten zweiten Preis. 

dha - deutsche hockey agentur

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